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Infoabend Erziehungsstelle als Beruf: 19.02.2019

Der Weg zur Erziehungsstelle

Eines der wesentlichen Merkmale von proFam ist das sorgfältige Auswahlverfahren. Bei diesem wird einerseits die Familie erfasst, zum anderen aber auch geprüft, wie konkret und aus welcher Motivation heraus der Wunsch der Aufnahme eines zu betreuenden Kindes begründet ist. Die Frage, ob die gesamte Familie bereit ist und dies auch wirklich will, hängt entscheidend von der Eignung ab, als Erziehungsstelle arbeiten zu können.

Stets am Auswahlprozess beteiligt sind die Erziehungsstellenleitung, die Elternberatung sowie die BewerberInnen inklusive Lebenspartner. Die Zeit vom telefonischen Erstkontakt bis zur Einstellung bei proFam dauert erfahrungsgemäß zwei bis drei Monate.

Folgende Schritte markieren den Weg zur Erziehungsstelle:

  1. Beim telefonischen Erstkontakt erfolgt die Klärung, ob die pädagogischen Grundvoraussetzungen für eine Erziehungsstelle erfüllt sind. Ist dies der Fall, erfolgt die Terminvereinbarung für ein persönliches Erstgespräch.
  2. Das erste persönliche Informationsgespräch dient der Klärung grundlegender Fragen. Wenn beide Seiten einverstanden sind, wird im Anschluss das Bewerbungsverfahren eröffnet.
  3. Im Abstand von ungefähr zwei Wochen erfolgen vier bis fünf weitere persönliche Gespräche mit einem Umfang von etwa 90 Minuten. Darin werden verschiedene Inhalte und Themen behandelt, aber auch ein Hausbesuch bei den BewerberInnen vorgenommen sowie ein Gespräch mit den eigenen Kindern vereinbart. Das Bewerbungsverfahren kann von beiden Seiten zu jeder Zeit beendet werden.
  4. Wird das Bewerbungsverfahren erfolgreich abgeschlossen, erfolgt die Zuweisung eines passenden Erziehungsstellenkindes auf Basis des Herkunftssystems sowie individueller Merkmale. Die Auswahl des Kindes erfolgt nach beidseitigem Einverständnis, denn nur wenn auch die Erziehungsstellen das Kind annehmen wollen, kann es zu einer längerfristigen Unterbringung kommen

 

Aussagen unserer Erziehungsstellen:
"Man hat in anderen Jobs der Kinder- und Jugendhilfe leider zu wenig Zeit sich auf das Individuelle im Kind zu konzentrieren. In einer Erziehungsstelle ist man außerordentlich nah am Kind, weil es in das privatfamiliäre Umfeld integriert wird."